Kräutertherapie

Für die Herstellung der in der traditionellen chinesischen Medizin verwendeten Arzneimittel werden pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe herangezogen. In Europa beschränkt sich die Arzneitherapie meist auf die Phytotherapie, das heißt die Verwendung pflanzlicher Wirkstoffe aus kontrolliertem Anbau. Die Verwendung tierischer Produkte wird in jedem Falle mit dem Patienten abgestimmt. 
Die Arzneimittel werden für die Patienten stets individuell zusammengestellt. Verabreicht wir die Arznei meist in Form von Tee oder genauer gesagt als Dekokt, chin. tang (deutsche Übersetzung: Suppe). Hierbei werden die chinesischen Kräuter zu einem Pulver verarbeitet, zur Anwendung wird das Granulat wie ein Instanttee mit heißem Wasser aufgegossen und kann sofort getrunken werden. 
Eine zweite, häufige Anwendung ist das Granulat, sowie, besonders bei Kindern die Verabreichung von Tropfen. Die Arzneimittel werden jeweils einer energischen Eigenschaft (kalt, kühl, neutral, warm, heiß) und einer Geschmacksrichtung (süß, salzig, bitter, sauer, scharf, neutral) zugeordnet. Die Arznei wird ja nach der gewünschten therapeutischen Wirkung entsprechend seiner Eigenschaft und seiner Geschmacksrichtung ausgewählt. 
Verschiedene Kräuter werden an den Patienten angepasst und als Rezeptur zusammengemischt. Eine typische Rezeptur besteht aus 4 bis 15 Kräutern, kann aber je nach Störung auch bis zu 30 Kräuter enthalten.

Kräutertees sind Ausgussgetränke aus Kräutern und Pflanzenteilen wie z. B. Pfefferminze, Kamille, Lindenblüte, Fenchel, Brennnessel, Augentrost, Zitronengras, Damiana, Salbei. Wie Früchtetees sind es keine Tees im eigentlichen Sinne.

Im Gegensatz zu TCM bestehen westliche Kräuter vorrangig nur aus Blüten und Blättern. 

Einige Kräutertees haben eine Heilwirkung, insbesondere auf die Verdauungs- und Atemwege. Sie gehören weltweit zu den traditionellen Heilmitteln. 

Individuell zusammengestellte Kräuter ermöglichen eine auf den Patienten abgestimmte Heilwirkung. 

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